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Neubiberg

Alle halbe Jahre treffen sich im Rahmen der ZKI universitäre Rechenzentrumsmitarbeiter und -Leiter – sowohl untereinander, als auch mit Vertretern von IT-Dienstleistern. Als ein Sprecher des Arbeitskreises Web habe auch ich an der  ZKI-Herbsttagung an der Universität der Bundeswehr teilgenommen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung war „Die Schattenseiten des Internet“.

Wie sich das für einen von Wachen bewachten Tagungsort gehört, wurden die Teilnehmenden im Vorfeld darauf hingewiesen, sich mit einem gültigen Lichtbildausweis auszuweisen. Gut, dass ich meinen dabei hatte – er wurde 3x akzeptiert. Meine Kollegen wähnten mich für die angekündigte Aktion schon im Karzer.

Das Protokoll des Arbeitskreistreffen ist an einschlägiger Stelle nachzulesen. Die Dokumentation der auf der Abendveranstaltung Rockmusik spielenden Rechenzentrumsleiter findet sich in der Bildgalerie am Fuss dieser Seite.

Tag 1:

Der erste Vortragende verlangte, dass seine Folien im Anschluss als .ppt-Powerpoint verteilt würden, weil da die Links zu den Folien in den Anmerkungen drin seien, im pdf wären sie seiner Ansicht nach verloren gegangen. Der anschließende Vortrag behandelte den Datenhunger den Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows 10 entwickelt hätte. Die Überwachung der Nutzenden ist weit umfangreicher als der, dem jemals ein deutscher Betriebsrat je zugestimmt hätte. Ist die Frage, was wertvoller ist, Links oder Datenabfluss..

Während einer Vortragspause gelang es mir, einen leeren Werbe-USB-Stick hinterrücks unter die Klappe der Laptoptasche des Vortragenden „Schwachstelle Nutzer“ zu platzieren. Das zustimmende Nicken und das Schmunzeln der Umstehenden wies diese Aktion als sozial akzeptabel aus. Wie ich später von ihm erfuhr, ist der Stick vor der Abschluss-Podiumsdiskussion runtergefallen, er hat ihn aufgehoben und seinem Nebenmann in der Annahme, dass der Stick wohl diesem runtergefallen sei, angereicht – dieser wies diese Offerte allerdings wieder mit einem breiten Grinsen ab – lesson learned. Niemand hat die Absicht einen USB-Stick einzustecken!

Tag 2:

Wartete mit einem prominenten Highlight auf.  Aber auch der Erfinder von PGP kann PGP nicht auf seinem Smartphone nutzen. Die Alternative zu PGP ist nichts.
Weiter ging es mit einer Diskussion, wie die ab Mai 2018 gültige EU Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt werden wird – mit regelmäßiger Überprüfung der eigenen Sicherheit und nicht erst, wenn Forschungsergebnisse weg sind.

Fazit:

Das Bewusstsein, verletzbar zu sein, auf begehrten Ressourcen zu sitzen, wurde bei den Anwesenden geschärft. Die Frage, was es denn für Angriffsszenarien auf Universitäten gäbe, wurde mit der Gegenfrage beantwortet: Was ist denn wertvoll? Sehr viel: auch die Reputation, der gute Name von Professoren, die zum Beispiel auch als Attacke auf social media durchgeführt werden könnte – etwas, was mich direkt veranlasst hat, endlich meine privaten Accounts bei keybase.io zu bündeln und zu verifizieren. Dieses Wissen werde ich auch in meine Organisation tragen 😉

 


t-shirt of the day

 

Bei der Einrichtung einer Diashow mit Bildern in einer TYPO3-Umgebung fiel auf, dass es auf der einen Seite funktioiniert, auf der anderen nicht.

Das Problem bestand darin, dass die Datenquelle der einen Seite im Dateipfad der eingebundenen Bilder einen Umlaut enthielt. Daraufhin stieg rgsmoothgallery von 2011 aus. Zeit für’n Update …


Wenn Web-Leute Hardware bestellen …

Verpackung einer SSD Festplatte

Verpackung einer SSD Festplatte

Verpackung eines Festplattengehäuses einer SSD M.2 NGFF

Verpackung eines Festplattengehäuses einer SSD M.2 NGFF

 

Der Mitarbeiter, der grade mit Hilfe von Vagrant die Inhalte des Webserver auf seinem lokalen System testweise updatet und überprüft, litt sehr darunter, dass die Virtuelle Maschine mit MySQL-Datenbank und sämtlichen Dateien nicht mehr in den Arbeitsspeicher passten. Eigentlich passten die Dateien gar nicht mehr auf das lokale System.

Eine Erweiterung des 32GB-Arbeitsspeicher ging jetzt aufgrund von voll besetzten RAM-Slots nicht mehr, aber an den lokalen Festplatten läßt sich ja noch was drehen …

Also – neue Platte muss her: 500 GB SSD – soll ja zeitgemäß schnell sein.

Ich mach den Webshop des Vertragspartners auf, Festplatten – SSD – intern – oh, das Angebot erscheint mir günstig: Kaufen!

Die 7 Gramm Datenspeicher kamen in einem recht großen Karton, den ich natürlich nach Quittierung des Empfang begierig aufriss!

Was ist denn das? Wo passt den so etwas???

Zu dem M.2 NGFFsteht bei Wikipedia jetzt irgendwas mit PCIe – also: Adapter im nächsten Computerladen für PCIe gekauft, denn natürlich war auf dem Mainboard des Desktop-Rechners kein M.2-Slot vorhanden. Eingesteckt – das BIOS meldet: nichts gefunden. Das V-NAND SSD 850 EVO M.2 hat ja auch 2 Kerben! M.2 mit 2 Kerben werden wie eine Festplatte angesprochen und nicht mit kürzeren Latenzzeiten über PCI. Die mit einer Kerbe sind auch mal schlanke 100€ teurer.

Achja, eine seit 4 Jahren auf 1,3 GB gewachsene Datenbank-Datei ist nach der Bereinigung alter Log-Einträge, Verwerfen alter Content-Elementen, und Löschen als gelöscht geflaggter Datensätze nur noch 170 MB groß. Und die TYPO3-Instanz ist nachher TemplaVoila-frei, auf Fluid umgestellt und fast schon bereit für das Update auf 7.6 mit allen eingepflegten Inhalten.

Zu diesem Prozedere veröffentliche ich wieder etwas, wenn alle Instanzen erfolgreich automatisiert migriert und überprüft worden sind.

Und bei der nächsten „SATA SSD“-Bestellung frage ich jemanden, der sich damit auskennt.


inspired to share

Darmstadt – Gründung eines TYPO3-Academic-Committee zweite Runde

Man-in-the-middle-attack

WiFi on ICE – ja, danke. Oder wozu Zertifikate gut sind

Ein Arbeitstreffen der besonderen Art – effizient und effektiv. Das mit der Effektivität muss sich noch beweisen, aber im puncto Effizenz war dieser Runde nichts vorzuwerfen. Die Tagesordnung war in zwei Dritteln der vorgegeben Zeit abgefrühstückt, weil die Vertreter der Hochschulen, die TYPO3 im Einsatz haben und an einer Festigung der TYPO3-Uni-Community interessiert sind, ihre Hausaufgaben gemacht hatten. Anders gesprochen: ihre Beschlüsse vorcompiliert hatten.
Der Wille innerhalb der Hochschulen wurde bekundet, gemeinsame Entwicklungen zu realisieren. So schwitzt nicht mehr jeder in seinem eigenen Saft, sondern speziell entwickelte Erweiterungen wurden zur Nutzung durch andere Hochschulen angeboten.
Wie gesagt, 5 Stunden geplant, nach 3 1/2 durch – da saßen wir dann. Wie fertig?!

Da alle aber zu geringen Kosten verpflichtet waren, wurden die DB-Tickets bei allen mit Zugbindung erstanden.
So war noch Zeit, sich über die Mechanismen einer Docracy auszutauschen, bei dem diejenigen das Sagen haben, die es letztendlich auch machen.

 

Kapselheber auf Servierwagen

Manche tragen auch zu Gesprächen bei, wenn sie nicht anwesend sind.


Darmstadt: 1. Treffen Academic Committee

fehlt_ein_t

Es fehlt nicht viel – nur ein t

Auf zur Gründung einer Interessensvertretung der Universitäten in der TYPO3 Association!
Die Rechenzentren der deutschen Universitäten haben sich schon lange in der ZKI zusammengefunden – nun ging es heute außerhalb dieses Rahmens um einen CMS-spezifischen Zusammenschluss der Universitäten. Baden-Württemberg-weit – deutschlandweit – weltweit.
Die Motivation zu so einer Interessensvertretung ergibt sich vor allem aus der Langfristigkeit der Investition in das CMS TYPO3, sowie der Erhalt der bereits eingesetzten Erweiterungen und der Vermeidung von Parallelentwicklung von hochschulspezifischen Erweiterungen.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am 15.12.2016 statt.


T3EE in Cluj: Teil 9

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Beim gemeinsamen Mittagessen

15.000 Software-Entwickler leben in Cluj und es gibt hier noch 600 offene Stellen in der Branche. Die Technische Universität vor Ort hat kann den Bedarf an Absolventen in IT-Ausbildungen gar nicht decken. Manche Studierende meinen sich mit einer Jobgarantie einschreiben zu können. Ach, Agentur-Chef in Cluj möchte ich sein.

Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen habe ich mir dann die Zeit genommen, diese Stadt bei Tageslicht anzuschauen. Das sie mitten in einer Transformation drin steckt, muss ich gar nicht dranschreiben – das ist greifbar.

cluj_sozialistisch

Bulevardul 21 Decembrie 1989

 

Statt ein spontanes Resumee zu ziehen, verweise ich nur auf den Titel der Veranstaltung:

TYPO3! it’s fun!

Und verabschiede mich aus Cluj, der Flieger geht morgen um 6:00.


T3EE in Cluj: Teil 8

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Verbindungen aus den Zeiten vor WLAN

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Neue Verbindungen geknüpft

Die osteuropäische Zeitzone verschafft mir noch mal ein bisschen mitteleuropäische Sommerzeit. Der osteuropäische Treffpunkt neue TYPO3-Kontakte an mitteleuropäischen Universitäten – Wien, Eindhoven, Konstanz. Beeindruckt hat mich mit welchen Impetus die Webseiten in diesen Institutionen gepflegt und ausgebaut werden. In Wien sind es 4 Vollzeitkräfte, die sich um die Webseite kümmern (zu verwalten sind dort 1.300 Domains). Der Stellenwert der Online-Präsenz ist in den nicht-deutschen Universitäten um einiges höher als der Output in Drucksachen.

Beim gefühlt dritten Bier bei der Main Party wurde mir das Missverhältnis zwischen Auflage von Drucksachen und Besuchen der Website vor Augen geführt. Wenn aber die Entscheidenden gar nicht wissen, welche Anzahl an Aufrufen auf der Website passieren, wie soll es da zu einem Um-/ Weiterdenken kommen?

Teil 9


T3EE in Cluj: Teil 7

roter_bereich

Osteuropa im roten Bereich der Innovationsfähigkeit

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Roter Bereich auf dem Plakat – Personal-Werbung für eine Bertelsmann-Oursourcing-Tochter

 

Der Arbeitsmarkt in Rumänien ist natürlich auch Thema. Viele Firmen sind Outsouring-Brückenköpfe – einschließlich der Hauptsponsoren arxia oder auch target-e. Was fehlt sind rumänischem Unternehmer und eigene Forschung. Und während die einen TYPO3 als Basis für Innovation-Management verwenden, empfehlen andere die Nutzung von TYPO3 zur Integration von Geschäftsprozessen.

Teil 8


T3EE in Cluj: Teil 6

Eimerweise saure Gurken

Rumänischer Lokalkolorit am Buffet in Edelstahlschale

Ein Vortragender hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass mit Hilfe seiner Methode sehr viel Zeit gespart werden kann. Beim Mittagessen habe ich ihn gefragt, was er denn mit seiner eingesparten Zeit so macht.
Eigentlich hätte ich ihm auch vorher zuhören können, denn er erzählte von seinen Ausflügen in den Source-Code von PHP und dass er den von ihm verwendeten Debugger mit dem Debugger selbst getestet hätte, was ihm (ein sehr nerdiges) Vergnügen bereitet hätte.

Teil 7


T3EE in Cluj: Teil 5

Während einer Kaffeepause

Während einer Kaffeepause

Der Morgen begann mit einem Rückblick auf die seit 2013 stattgefundenen Veranstaltungen der T3EE. Danach folgte die Beschwörung der TYPO3-Gemeinschaft, keine Mauern zu bauen, da auch offene Softwareentwicklung keine nationalen Grenzen kennt.
Damit das Miteinander der TYPO3-Gemeinschaft vertieft wird, gibt es vor den Kaffee-Pausen noch einen Spiele-Teil, in dem die Teilnehmenden durch Zufall zu Teams zusammengewürfelt wurden und nun als Team gegen jeweils ein anderes Team antreten.

Zusammengewürfelte Teilnehmer

Zusammengewürfelte Teilnehmer

Teil 6