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Moodle Out of office

Das 3. LMS-Community-Treffen

Am 27. Mai 2026 versammelten sich rund 70 Interessierte auf dem Campus Essen zu dem dritten LMS‑Community‑Treffen (hosted by Moodle.NRW und ILIAS.nrw), das von ILIAS.nrw und Moodle.NRW organisiert wurde. Das Communitytreffen richtete sich wieder an Multiplikator*innen, Administrator*innen und Supportmitarbeitende, die sich für den hochschulübergreifenden Austausch zu aktuellen LMS-Themen (Lernmanagementsystem) interessieren. Das Programm umfasste neun Sessions, in denen aktuelle Themen von Künstlicher Intelligenz bis hin zu Kurstemplates und Interoperabilität behandelt wurden.

Gruppenfoto LMS-Communitytreffen
Foto: Laura Schaffeld

Unter anderem gab es eine Session zur Einführung in System‑Prompts, bei der Christina Nowak und Silke Kirberg von der Hochschule Niederrhein anhand von Moodle‑Exam zeigten, wie Online‑Handbücher und Wikis als Wissensbasis für LLM‑gestützte Chatbots genutzt werden können und welche Anpassungen über Parameter und Systemprompts möglich sind. In einer weiteren Session präsentierte Valentin Koser von der RWTH Aachen die Ergebnisse eines Piloteinsatzes von Kurstemplates, die Lehrenden eine strukturierte Grundlage für ihre Veranstaltungen bieten sollen. Auch der Geschäftsführer vom Projekt HITS.nrw, Dr. Harald Gerhards, stellte das Projektvorhaben des Aufbaus eines zentralen Dienstleisters für IT-Dienste in NRW vor.

Jasmin vom Brocke und Valerie Hindenburg von der Bergischen Universität Wuppertal stellten gemeinsam mit Dr. Elyesa Seidel von der HHU Düsseldorf in den Projekten Moodle.NRW und ilias.nrw erstelle Materialien zur Interoperabilität zwischen Moodle und ILIAS vor. Die Materialien sollen den Wechsel zwischen den Systemen erleichtern und insbesondere Multiplikator*innen eine Orientierungshilfe im Support bieten. Die Materialien wurden auf der Webseite von Moodle.NRW veröffentlicht und sind zur Weiternutzung freigegeben.

Ebenfalls von der BUW dabei war Ralf Erlebach. Am Beispiel eines mathematischen Formeleditors für STACK (local_stackmatheditor) stellte er den Workflow einer Plugin-Erstellung für Moodle von der Idee bis zur erfolgreichen Veröffentlichung auf moodle.org vor – unter Windows und ohne spezielles Setup.

In der Session „LMShub.nrw – ein partizipativer Antragsprozess“ stellten die Leiter der konsortialführenden Hochschulen, Martin Bovermann und Klaus Vorkauf von Moodle.NRW und ILIAS.nrw eine Skizze zum Folgeantrag der beiden Projekte vor. Geplant ist ein gemeinsames Kompetenzzentrum, dass Synergieeffekte zwischen den LMS noch besser nutzen möchte.

Der Veranstaltungsabschluss fasste die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und kündigte bereits das zehnte Moodle‑Community‑Treffen für den 12.11.2026 in Bochum an. Die Organisator*innen dankten allen Referentinnen und Teilnehmenden für ihr Engagement.

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Dienste des ZIM Lehren und Lernen Moodle

eduGAIN‑Anbindung für Moodle – Jetzt auch für Österreich und die Schweiz

Was hat sich geändert?

Schon etwas länger, genau genommen seit Anfang des Jahres, steht eduGAIN (EDUcation Global Authentication INfrastructure) als ergänzender Authentifizierungs‑Provider im SAML‑Stack (Security Assertion Markup Language) des Moodle‑Systems der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) zur Verfügung. Dadurch können Studierende, Lehrende und Mitarbeitende von teilnehmenden Hochschulen aus Österreich und der Schweiz zusätzlich zu unserem nationalen DFN‑AAI‑Verbund (Deutsches ForschungsNetz – Authentifizierungs- und Autorisierungs-Infrastruktur) auf das Lernmanagementsystem zugreifen.

Warum eduGAIN?

  • Inter‑institutionelle Zusammenarbeit – Viele aktuelle Forschungs‑ und Lehrprojekte erstrecken sich über Grenzen hinweg. Der Zugriff über eduGAIN erleichtert den Austausch von Lernmaterialien und Kursen mit Partner*innen aus Nachbarländern.
  • Einheitliche Benutzer‑Erfahrung – Nutzer*innen können sich mit den bereits bekannten Hochschul‑Credentials (z. B. Uni‑Login) einloggen, ohne ein separates Konto anlegen zu müssen.

Technische Umsetzung

  1. SP-Föderationserweiterung – Der Service Provider (SP) wurde in der eduGAIN Föderation registriert und ist nun für IDP´s aus Österreich und der Schweiz erreichbar.
  2. Attribute‑Mapping – Zusätzlich zu den bereits genutzten Attributen (z. B. eduPersonPrincipalName) wird das Attribut schacHomeOrganization berücksichtigt, um die Herkunftsinstitution eindeutig zu bestimmen.
  3. Der Service Provider (SP) unterstützt die R&S‑Entity‑Category. Das bedeutet, dass er automatisch von allen Identity Providern (IdPs) erreicht werden kann, die ebenfalls diese Entity‑Category unterstützen.

R&S Entity Category

Eine spezifische Entity Category, die von der Research and Scholarship (R&S) Initiative definiert wurde und unter anderem die Nutzung von SAML‑Attribute‑Release‑Policies regelt.

Wenn ein SP die R&S‑Entity‑Category implementiert, erkennt er automatisch IdPs, die dieselbe Kategorie unterstützen, und kann ohne zusätzliche Konfiguration mit ihnen kommunizieren. Umgekehrt können IdPs, die die R&S‑Kategorie anbieten, den SP problemlos ansprechen.

Was bedeutet das für Sie?

  • Für österreichische und schweizerische Nutzer*innen: Beim Login können Sie ebenfalls über den Button Verwenden Sie Ihr Nutzerkonto bei anderer Hochschule in der folgenden Maske nach Ihrer Universität oder Hochschule suchen. Nach Auswahl der jeweiligen Hochschule werden Sie wie gewohnt auf die Anmeldeseite Ihrer Uni weitergeleitet und gelangen nach erfolgreicher Authentifizierung zum Moodle‑Dashboard.
  • Für alle anderen BUW‑Nutzer*innen: Die bisherige Anmeldung bleibt unverändert.

Für Dozierende gilt weiterhin der Hinweis: Externe Nutzer*innen können sich nicht selbst in Kurse einschreiben. Auch dann nicht, wenn dies ohne Passwort möglich wäre. Sie müssen von den Lehrenden durch die manuelle Einschreibung als Teilnehmer*in zum Kurs hinzugefügt werden.

Fragen oder technische Unterstützung?

Kontaktieren Sie uns gern unter e-learning@uni-wuppertal.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und wünschen viel Erfolg beim grenzüberschreitenden Lernen!

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Lehren und Lernen Moodle

Gerechte Verteilung – Moodle-Aktivität ermöglicht (Gruppen-/Themen-) Wahl basierend auf Präferenzen

Wie können Studierende in einem Moodle-Kurs ein Thema auswählen oder sich einer Gruppe zuordnen?

Das geht zum Beispiel über die Aktivität Abstimmung oder Gruppenwahl. Allerdings ist es mit den beiden Methoden nur möglich, das sogenannte “Windhundverfahren” zu nutzen. Wer zuerst klickt, erhält den Platz in der gewünschten Gruppe oder das bevorzugte Thema. Obwohl die Abstimmung bzw. Gruppenwahl aufgrund ihrer einfachen Handhabung beliebt ist, benachteiligt sie jene, die zum Startzeitpunkt nicht online sein können.

Mit dem Plugin “Gerechte Verteilung”, das wir neu in unserem Moodle Learning Management System integriert haben, lassen sich nun komplexere Aufteilungen realisieren. Das Plugin berücksichtigt die individuellen Präferenzen der Studierenden weitaus besser, indem Lehrende verschiedene Abstimmungsstrategien anbieten können.

Ob Akzeptieren/Ablehnen, Likert-Skala, Punktesystem, Rangfolge oder einfaches Ankreuzen – diese verschiedenen Modi füttern den Verteilungsalgorithmus. Der Prozess lässt sich zeitlich über ein Start- und Enddatum steuern, und auch die gewohnten Einstellungen für Voraussetzungen sowie den Aktivitätsabschluss stehen zur Verfügung.

Ansicht in Moodle, Auswahl der Aktivitäten. Das Plugin "Gerechte Verteilung" in hervorgehoben. Dieser Hinweis soll den Lehrenden die Auffindbarkeit der neuen Aktivität erleichtern.

Sie können in Ihrem Moodle Kurs die “Gerechte Verteilung” nutzen, wenn Sie bearbeiten einschalten und die oben abgebildete Aktivität aufrufen.

In den Moodle Docs ist eine Kurzbeschreibung (eng.) veröffentlicht, detaillierter ist die Anleitung der RWTH Aachen. Eine Ergänzung in unserer Moodle-Hilfe folgt.

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Lehren und Lernen Moodle

Bist du da? – Anwesenheitserfassung mit Moodle

Der Wunsch zur Anwesenheitserfassung von Kursteilnehmer*innen direkt in Moodle wurde an uns gerichtet. Insbesondere bei Arbeiten in Laboren soll dieses Plugin genutzt werden, denn neben den (klassischen) Vorlesungen gibt es Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht.

Es gibt zu diesem Moodle-Plugin eine Videoanleitung von Captain Moodle bei YouTube, die praxisorientiert und sehr anschaulich verschiedene Einsatzmöglichkeiten aufzeigt.

Darstellung der Auswahl Anwesenheitserfassung in den Moodleaktivitäten

Die Abbildung zeigt die Auswahl der Moodle Aktivitäten mit dem neuen Anwesenheits-Plugin.

Das Plugin bietet verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Es können einzelne Termine oder sich wiederholende Termine eingestellt werden. Es kann so konfiguriert werden, dass die Anwesenheit entweder durch Lehrende oder durch die Studierenden selbst erfasst werden kann. Dazu kann das Plugin einen QR-Code generieren, welcher von den Studierenden gescannt werden kann.

Einen Link zu einer detaillierten Anleitung finden Sie auch in unserer Moodle-Hilfe.

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Moodle Out of office

Moodle-Hochschultreffen 2026 – zwischen bewährter Praxis und neuen Impulsen

Anfang März war es wieder so weit: Das alljährliche Hochschultreffen des Vereins Moodle an Hochschulen e.V. hat vom 2.- 4. März stattgefunden. Die Technische Hochschule Rosenheim lud 146 Teilnehmende nach Bayern ein, um in 31 Sessions über Neuerungen, Best-Practice-Modelle, E-Assessment-Ansätze und didaktische Möglichkeiten des Lern-Management-Systems zu diskutieren.

Gruppenfoto Hochschultreffen.
Moodle Hochschultreffen 2026 | Foto: Felix Huber

Auch unsere Mitarbeitenden vom Kompetenzzentrum Moodle.NRW, Jasmin vom Brocke, Frank von Danwitz und Valerie Hindenburg nahmen den weiten Weg nach Bayern auf sich, um in zwei Sessions Ergebnisse aus der Projekt- und Vereinsarbeit zu präsentieren.
Am ersten Konferenztag stellte Valerie Hindenburg gemeinsam mit ihrer Kollegin Laura Schaffeld (UDE) Sensibilisierungs- und Informationsmaterialien zur Barrierefreiheit in Moodle vor. Die Materialien sollen insbesondere Lehrende und andere kurserstellende Personen niedrigschwellig für Barrieren in Moodle sensibilisieren und Hilfestellung geben, wie sich diese vermeiden lassen. Neben dem neu entwickelten Material wurde auch auf die Checklisten des Kompetenzzentrums für Digitale Barrierefreiheit.nrw verwiesen. Diese können als Hilfestellung bei der Erstellung von Word-Dokumenten, Formularen oder PowerPoint-Präsentationen verwendet werden.

Wussten Sie schon? Auch unsere Moodle-Hilfe bietet konkret Hilfestellung zur barrierefreien Kursraumgestaltung.

Im Anschluss an den ersten Konferenztag fand die Jahreshauptversammlung des Vereins Moodle an Hochschulen statt. Zum Ausklang des ersten Tags wurde das Programm am Abend durch eine Brauerei-Führung der Brauerei Flötzinger und das Konferenz-Dinner auf Selbstzahlerbasis gerahmt. Bei diesem konnten die Gespräche der Konferenz wieder aufgenommen und auch neue Kontakte geknüpft werden.

Am zweiten Tag begleitete Jasmin vom Brocke die Session zur Vorstellung der neuen Vereins-Knowledge Base. Es handelt sich dabei um eine Wissenssammlung für Administrator*innen, Multiplikator*innen und Support-Mitarbeitende. Auf der Webseite der Knowledge-Base soll künftig das gesammelte Wissen der deutschsprachigen Moodle-Community zu finden sein. In der Session wurde unter anderem der derzeitige Stand vorgestellt, als auch über die Möglichkeiten zur Mitwirkung und der Redaktion und zum Review der Beiträge diskutiert.

Foto eines Hörsaals. Die Reihen sind mit Teilnehmenden des Hochschultreffens gefüllt. Diese Blicken entspannt nach vorne.
Foto: Felix Huber

Neben den Beiträgen der Moodle.NRW-Mitarbeitenden fanden auch Themen wie KI in Moodle, die Bereitstellung von Kurs-Templates, Plugin-Vorstellungen und Learning Analytics großen Anklang.
Zum Abschluss der Konferenz wurde der Staffelstab an die Technische Universität Dortmund weitergegeben, die im kommenden März das nächste Hochschultreffen ausrichten wird.

Wie jedes Jahr war es wieder eine fachlich-ansprechende und inspirierende Konferenz, die von der Gastfreundschaft der Rosenheimer gerahmt wurde.