Wie können Studierende in einem Moodle-Kurs ein Thema auswählen oder sich einer Gruppe zuordnen?
Das geht zum Beispiel über die Aktivität Abstimmung oder Gruppenwahl. Allerdings ist es mit den beiden Methoden nur möglich, das sogenannte “Windhundverfahren” zu nutzen. Wer zuerst klickt, erhält den Platz in der gewünschten Gruppe oder das bevorzugte Thema. Obwohl die Abstimmung bzw. Gruppenwahl aufgrund ihrer einfachen Handhabung beliebt ist, benachteiligt sie jene, die zum Startzeitpunkt nicht online sein können.
Mit dem Plugin “Gerechte Verteilung”, das wir neu in unserem Moodle Learning Management System integriert haben, lassen sich nun komplexere Aufteilungen realisieren. Das Plugin berücksichtigt die individuellen Präferenzen der Studierenden weitaus besser, indem Lehrende verschiedene Abstimmungsstrategien anbieten können.
Ob Akzeptieren/Ablehnen, Likert-Skala, Punktesystem, Rangfolge oder einfaches Ankreuzen – diese verschiedenen Modi füttern den Verteilungsalgorithmus. Der Prozess lässt sich zeitlich über ein Start- und Enddatum steuern, und auch die gewohnten Einstellungen für Voraussetzungen sowie den Aktivitätsabschluss stehen zur Verfügung.
Sie können in Ihrem Moodle Kurs die “Gerechte Verteilung” nutzen, wenn Sie bearbeiten einschalten und die oben abgebildete Aktivität aufrufen.
In den Moodle Docs ist eine Kurzbeschreibung (eng.) veröffentlicht, detaillierter ist die Anleitung der RWTH Aachen. Eine Ergänzung in unserer Moodle-Hilfe folgt.
Der Wunsch zur Anwesenheitserfassung von Kursteilnehmer*innen direkt in Moodle wurde an uns gerichtet. Insbesondere bei Arbeiten in Laboren soll dieses Plugin genutzt werden, denn neben den (klassischen) Vorlesungen gibt es Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht.
Es gibt zu diesem Moodle-Plugin eine Videoanleitung von Captain Moodle bei YouTube, die praxisorientiert und sehr anschaulich verschiedene Einsatzmöglichkeiten aufzeigt.
Die Abbildung zeigt die Auswahl der Moodle Aktivitäten mit dem neuen Anwesenheits-Plugin.
Das Plugin bietet verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Es können einzelne Termine oder sich wiederholende Termine eingestellt werden. Es kann so konfiguriert werden, dass die Anwesenheit entweder durch Lehrende oder durch die Studierenden selbst erfasst werden kann. Dazu kann das Plugin einen QR-Code generieren, welcher von den Studierenden gescannt werden kann.
In diesem Jahr trafen sich die Anwender*innen, Admins und Entwickler*innen zur Konferenz MoodleMoot DACH 2025 an der TH Lübeck. Mit knapp 300 Teilnehmer*innen war die Konferenz so stark besucht, dass sogar eine Warteliste zur Anmeldung erforderlich wurde. Das Team der TH Lübeck hat die Organisation hervorragend gestaltet und so einen Rahmen geschaffen, der ideale Voraussetzungen für die gemeinsame Arbeit und Austausch geschaffen hat.
Foto: Teilnehmer*innen von der Bergischen Universität Wuppertal und dem Projekt Moodle.NRW – (v.l.n.r. Jasmin vom Brocke, Frank von Danwitz, Valerie Hindenburg)
Wie jedes Jahr widmet sich die Konferenz in den ersten beiden Tagen Entwicklungsprojekten zu neuen Ideen oder der Fehlerbeseitigung bestehender Module. Das Ziel ist es, dass am Ende der zwei Tage Lösungen erarbeitet werden, die lauffähig sind und ggf. final weiter optimiert werden können.
In den folgenden zwei Tagen stehen didaktische und Anwendungsaspekte im Vordergrund. Im Format BarCamp können zu Beginn der Tagung Ideen oder Fragestellungen vorgeschlagen werden. Für die Bergische Universität und Moodle-NRW wurde das Thema “Wieviele Moodle-Instanzen brauchen wir? Ideen für ein Moodle zum kooperativen Arbeiten in Projekten” eingebracht. Zur Dokumentation wurde die KI basierte Software Summaraizer (beta) genutzt. Das Ergebnis ist hier abrufbar.
Der Austausch und Erkenntnisgewinn ist bei dieser Veranstaltung durch das besondere Format sehr umfangreich, sodass es sich im Nachgang lohnt, die Ergebnisse auch von den Arbeitsgruppen, an denen man nicht teilnehmen konnte, nachzulesen. Für unser Moodle an der BUW haben wir ein paar Ideen aufgenommen, die wir zunächst testen und dann für alle Anwender*innen freigeben.
Im nächsten Jahr wird die MoodleMoot DACH wieder in Zürich stattfinden. Deutschland, Österreich und die Schweiz wechseln sich jedes Jahr mit der Durchführung ab.
Unsere Lernplattform Moodle wird beständig weiterentwickelt. Zum einen, um Sicherheitslücken zu schließen, zum anderen, um die Funktionalitäten hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und neuer Lernaktivitäten zu optimieren.
Jetzt steht das Update auf die Moodle-Version 5 bevor. Wir haben uns ausreichend Zeit genommen, das Update ausgiebig zu testen, die Einstellungen auf unserem System anzupassen und nicht mehr unterstützte Plugins zu entfernen.
Am Dienstag, den 09.09.2025 ab 09:00 Uhr beginnen wir mit dem Update. Dann ist die Lernplattform für einige Zeit nicht erreichbar, bis voraussichtlich 16 Uhr.
Neue Features in Moodle 5
Neben sicherheitsrelevanten Anpassungen bietet Moodle 5:
eine übersichtlichere Darstellung der Aktivitäten (jetzt im Kurs als eigener Menüpunkt)
Tiny-MCE als Standard-Texteditor (der Atto-Editor entfällt)
Verbesserung der Barrierefreiheit: u. a. sind längere Beschreibungen für Bilder möglich
Fragensammlung: Verwaltung kursbezogen, Fragen aus anderen Kursen nutzbar, wenn man dort in der Rolle Dozent*in eingeschrieben ist.
Die Einbindung der KI-Funktionen (ab Version 5 verfügbar) wird zunächst noch nicht angeboten. Hier besteht noch Klärungsbedarf.
Die Moodle Academy hat ein Video auf YouTube geteilt, in dem die Neuerungen von Moodle 5 vorgestellt werden (“What’s new in Moodle 5”).
Synchronisierung mit StudiLöwe
Die beliebte Synchronisierung der Veranstaltungen aus StudiLöwe mit Moodle läuft auch in Moodle 5 reibungslos. Seit Oktober 2022 wird diese komfortable Möglichkeit angeboten, Moodle-Kurse auf Grundlage der Einträge in Studilöwe automatisiert anzulegen.
Die alten Kurse im Semesterbereich aus dem Wintersemester 2022/2023 werden zum 31.10.2025 entfernt. In Moodle können bis zu sechs Semester bereitgehalten werden. Das Entfernen der Kurse älterer Semester im Semesterbereich trägt zur Entlastung des Systems bei und erhöht damit die Performance. Die Möglichkeit, Studierende direkt über StudiLöwe in Moodle-Kurse einzuschreiben, ist seit dem Sommersemester 2025 verfügbar und hat sich bewährt. Diese Funktionalität steht nach dem Update auch wie gewohnt zur Verfügung. Weitere Informationen hierzu in unserer Moodle-Hilfe.
Moodle-Workshops
In unseren Moodle-Workshops im kommenden Semester werden wir auf die neuen Funktionen eingehen. Eine Buchung der Workshops ist ab sofort über die SaPe möglich. Für kurzfristige Rückfragen bieten wir wie bisher die Moodle-Sprechstunde per Zoom Videokonferenz an.
Moodle-Sprechstunde
Für allgemeine Fragen zum Moodle-System der BUW sowie zum Einsatz und zur Verwendung von Lernaktivitäten und Arbeitsmaterialien im Kontext Ihrer Lehre bietet Inspector ZIM gemeinsam mit dem E-Learning-Team des ZIM zwei wöchentliche Sprechstunden an, in der wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Bei Rückfragen und individuellen Problemen können Sie sich zudem wie gewohnt jederzeit bei der Benutzerberatung des ZIM melden: zimber@uni-wuppertal.de
Es gibt viele gute Gründe für ein Studium. Und es gibt genauso gute Gründe für eine Ausbildung zur Fachinformatikerin. Im Rahmen der Sommer Uni 2025 haben Dr. Annika Sauer, Marcel Wojas, Franz Rutz und Frank von Danwitz vom Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung den Beruf der Fachinformatikerin vorgestellt. Die Aufgabenbereiche für Fachinformatiker*innen an der Bergischen Universität Wuppertal mit den Spezialisierungen Anwendungsentwicklung oder Systemintegration sind besonders vielfältig.
Die Veranstaltung “Ach, das geht auch? Eine Ausbildung zur Fachinformatikerin an der Universität. Cool!” informierte die Besucherinnen über eine Ausbildung und über ein Studium an der Universität. Das Programm beinhaltete Erfahrungsberichte von ehemaligen Auszubildenden, pro und contra Diskussionen Studium oder Ausbildung, eine Probeklausur im E-Prüfungsraum und spielerische Interaktionen. Die 22 Teilnehmerinnen konnten so in der fast drei stündigen Veranstaltung die praktische Nutzung unterschiedlichster Anwendungen und Bereiche mit Bezug zur Fachinformatik an der Universität kennenlernen.
Foto: ZIM, Frank von Danwitz
Nach der Veranstaltung ergab eine Blitzumfrage, dass sich 11 Teilnehmerinnen für ein Studium und 6 Teilnehmerinnen für eine Ausbildung interessieren.
Insgesamt war das Interesse an der Sommer Uni 2025 sehr hoch – deutlich über 200 Teilnehmerinnen aus dem Bergischen Land, NRW und vereinzelt aus anderen Bundesländern nahmen das Angebot wahr.
Die nächste Sommer Uni findet vom 06. bis 10. Juli 2026 statt.
Auf den Webseiten der Bergischen Universität Wuppertal gibt es weitere Information zum Thema Ausbildung und Studium. Wir freuen uns über die Teilnahme an den Veranstaltungen und wünschen uns viele Bewerbungen für das Studium oder Ausbildung – Herzlich Willkommen an der Bergischen Universität Wuppertal.