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Dienste des ZIM Lehren und Lernen Moodle

eduGAIN‑Anbindung für Moodle – Jetzt auch für Österreich und die Schweiz

Was hat sich geändert?

Schon etwas länger, genau genommen seit Anfang des Jahres, steht eduGAIN als ergänzender Authentifizierungs‑Provider im SAML‑Stack des Moodle‑Systems der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) zur Verfügung. Dadurch können Studierende, Lehrende und Mitarbeitende von teilnehmenden Hochschulen aus Österreich und der Schweiz zusätzlich zu unserem nationalen DFN‑AAI‑Verbund auf das Lernmanagementsystem zugreifen.

Warum eduGAIN?

  • Inter‑institutionelle Zusammenarbeit – Viele aktuelle Forschungs‑ und Lehrprojekte erstrecken sich über Grenzen hinweg. Der Zugriff über eduGAIN erleichtert den Austausch von Lernmaterialien und Kursen mit Partner*innen aus Nachbarländern.
  • Einheitliche Benutzer‑Erfahrung – Nutzer*innen können sich mit den bereits bekannten Hochschul‑Credentials (z. B. Uni‑Login) einloggen, ohne ein separates Konto anlegen zu müssen.

Technische Umsetzung

  1. SP-Föderationserweiterung – Der Service Provider (SP) wurde in der eduGAIN Föderation registriert und ist nun für IDP´s aus Österreich und der Schweiz erreichbar.
  2. Attribute‑Mapping – Zusätzlich zu den bereits genutzten Attributen (z. B. eduPersonPrincipalName) wird das Attribut schacHomeOrganization berücksichtigt, um die Herkunftsinstitution eindeutig zu bestimmen.
  3. Der Service Provider (SP) unterstützt die R&S‑Entity‑Category. Das bedeutet, dass er automatisch von allen Identity Providern (IdPs) erreicht werden kann, die ebenfalls diese Entity‑Category unterstützen.

R&S Entity Category

Eine spezifische Entity Category, die von der Research and Scholarship (R&S) Initiative definiert wurde und unter anderem die Nutzung von SAML‑Attribute‑Release‑Policies regelt.

Wenn ein SP die R&S‑Entity‑Category implementiert, erkennt er automatisch IdPs, die dieselbe Kategorie unterstützen, und kann ohne zusätzliche Konfiguration mit ihnen kommunizieren. Umgekehrt können IdPs, die die R&S‑Kategorie anbieten, den SP problemlos ansprechen.

Was bedeutet das für Sie?

  • Für österreichische und schweizerische Nutzer*innen: Beim Login können Sie ebenfalls über den Button Verwenden Sie Ihr Nutzerkonto bei anderer Hochschule in der folgenden Maske nach Ihrer Universität oder Hochschule suchen. Nach Auswahl der jeweiligen Hochschule werden Sie wie gewohnt auf die Anmeldeseite Ihrer Uni weitergeleitet und gelangen nach erfolgreicher Authentifizierung zum Moodle‑Dashboard.
  • Für alle anderen BUW‑Nutzer*innen: Die bisherige Anmeldung bleibt unverändert.

Für Dozierende gilt weiterhin der Hinweis: Externe Nutzer*innen können sich nicht selbst in Kurse einschreiben. Auch dann nicht, wenn dies ohne Passwort möglich wäre. Sie müssen von den Lehrenden durch die manuelle Einschreibung als Teilnehmer*in zum Kurs hinzugefügt werden.

Fragen oder technische Unterstützung?

Kontaktieren Sie uns gern unter e-learning@uni-wuppertal.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und wünschen viel Erfolg beim grenzüberschreitenden Lernen!

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Dienste des ZIM KI

Mehr Transparenz in genAI4BUW: Die Modellübersicht als Infozentrale

Für die meisten Nutzer*innen ist die Wahl des richtigen KI‑Modells in vielen Chatoberflächen ein Blindflug: Man klickt auf „Standard“, „schnell“ oder „präzise“ – was dahinter steckt, bleibt oft unklar.

genAI4BUW verfügt über ein Feature um Infos anzuzeigen, die sonst verborgen bleiben: eine detaillierte Modellübersicht. Hier lassen sich Fähigkeiten, Grenzen und Betriebsbedingungen der Modelle auf einen Blick vergleichen.

Die Startseite für alle Modelle

Im Zentrum steht der Titel „Modellübersicht“, darunter drei Reiter:

  • Text
  • Bild
  • Embedding

Im obigen Screenshot ist der Tab „Text“ aktiv – hier finden sich alle textbasierten Chatmodelle. Der Aufbau ist immer gleich: Die Bild- und Embedding‑Modelle werden nach demselben Schema dargestellt.

Rechts oben sitzt ein Button „Glossar“ – ein dezenter, aber wichtiger Hinweis: Wer Begriffe wie „Temperature“, „TopP“ oder „Presence Penalty“ nicht aus dem Effeff kennt, kann sie direkt in der Oberfläche nachschlagen.

Karten statt Dropdown: Wie die Modelle dargestellt werden

Jedes Modell wird als eigene Karte dargestellt, mit einem farbigen Streifen links, der die Modellfamilie markiert. Dies sind derzeit (Stand April 2026):

  • OpenAI GPT (OSS 12B)
  • Mistral (Small 4 119B)
  • GPT 5.1
  • GPT 5‑mini
  • GPT 5‑nano
  • GPT 4.1‑mini

Dieser Aufbau vermeidet kryptische Kürzel in einem Dropdown-Menü. Stattdessen erkennt man sofort:

  • zu welcher Familie ein Modell gehört,
  • ob es sich um ein Open‑Weight‑Modell (z.B. über „Inference NRW“) oder ein kommerzielles Cloud‑Modell (z.B. über Microsoft Azure) handelt,
  • und in welcher Region es betrieben wird – symbolisiert durch Flaggen bzw. Region-Icons.

Gerade für Einrichtungen, die Wert darauf legen müssen, wo und wie ihre Daten verarbeitet werden sind diese Informationen hilfreich.

Was pro Modell sichtbar ist

Die Karten sind standardisiert. Pro Modell sind u.a. folgende Details zu sehen:

1. Metadaten des Modells

  • Konkreter Modellname
    Etwa gpt-oss-12b-2 oder gpt-5.1.
  • Wissensstand / Stand des Trainings
    Beispielsweise „01.06.2024“. Damit ist klar: Auf welchen Zeitraum spielt das Modell sein Weltwissen zurück?
  • Betreiber
    Etwa Inference NRW oder Microsoft Azure. Für technische Nutzer ist das entscheidend, um Infrastruktur, Latenz und Datenschutz einzuordnen.
  • Region
    Über Flaggen bzw. Symbole visualisiert. So lässt sich erkennen, ob Anfragen im EU‑Kontext verarbeitet werden oder nicht.
  • Wenn ein API Zugriff verfügbar ist:
    Der API Model Name und der zu verwendende Endpunkt, diesen verwenden Entwickler um das Modell in der Programmierung gezielt anzusprechen. Zum Beispiel inferenz-gpt-oss-120b sowie v1/chat/completions

2. Tokenlimits und I/O‑Kapazität

Prominent platziert ist die Maximalanzahl an Tokens:

  • Input / Output, z.B. 400000 / 128000 Tokens.

In einer Zeit, in der Kontexte mit mehreren hundert Seiten keine Seltenheit mehr sind, ist das kein „Nice to have“, sondern Planungsgrundlage: Wer große Dokumente oder lange Chatverläufe einspeisen will, braucht genau diese Zahlen.

3. Fähigkeiten und Features

Unter „Reasoning“ bzw. in Form von Symbolen werden modellbezogene Fähigkeiten gekennzeichnet, z.B.:

  • erweiterte Reasoning‑Fähigkeiten (z.B. für komplexe Analyseaufgaben),
  • Unterstützung für Tool‑/Function Calling,
  • Streaming‑Unterstützung (Antwort kommt tokenweise).

Ob ein Feature unterstützt wird, ist jeweils klar durch ein Häkchen bzw. ein ausgegrautes Symbol erkennbar. So lässt sich etwa ein „voll ausgestattetes“ GPT‑5.1‑Modell schnell von einer leichteren Mini‑Variante unterscheiden.

4. Steuerparameter für die Ausgabe

Spannend ist, dass klassische Sampling‑Parameter direkt aufgelistet sind:

  • Temperature
  • TopP
  • Presence Penalty
  • Frequency Penalty

5. Zugangswege: Frontend vs. API

Am unteren Rand jeder Karte steht:

  • „Nutzung über: Frontend | API“

Damit ist sofort klar, ob ein Modell nur im Chat-Frontend zur Verfügung steht oder auch über eine Programmierschnittstelle. Für Entwickler bedeutet das: Die UI ist nicht Endpunkt, sondern Schaufenster für die zugrundeliegende Plattform.

Vergleich statt Rätselraten

Der eigentliche Mehrwert der Übersicht liegt in der direkten Vergleichbarkeit:

  • Wer viel Kontext braucht, sieht, dass z.B. GPT‑5.1 und GPT‑5‑mini ähnliche Tokenlimits bieten, während andere Modelle stärker begrenzt sein könnten.
  • Wer besonderen Wert auf On‑Prem‑ oder EU‑nahe Verarbeitung legt, erkennt die Modelle, die über „Inference NRW“ mit Länderflagge laufen – im Gegensatz zu Cloud‑Varianten via Azure.
  • Wer nur einfache, schnelle Antworten benötigt, kann gezielt zu „Mini“‑ oder „Nano“‑Modellen greifen, statt unnötig große und teure Modelle einzusetzen.

Fazit

Die hier gezeigte Modellübersicht holt etwas an die Oberfläche, das in vielen KI‑Chats im Verborgenen bleibt: die innere Vielfalt der Modelle, auf denen der Assistent tatsächlich läuft. Statt „eine KI“ gibt es hier eine klar kuratierte Palette von Modellen, jedes mit eigenem Profil, klaren Grenzen und dokumentierten Fähigkeiten.

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Hobelspäne Software Tipps & Tricks

Altes Explorer Kontextmenü in Windows 11 reaktivieren

Nachdem nun – wie wahrscheinlich bei den meisten Windows-Nutzer*innen – die Version 11 auf meinem Rechner eingezogen ist, fallen mir nach und nach Dinge auf, die wirklich verschlimmbessert wurden. Darunter fällt das “neue” reduzierte Kontextmenü im Windows-Explorer.

Ansicht des neuen Explorer Kontextmenüs in Windows 11

In diesem zeigt Windows die “wichtigsten” Befehle an, die man auf der ausgewählten Datei oder dem ausgewählten Ordner ausführen kann. Allerdings leider nur die Optionen, die Windows dafür hält. Nicht die, die ich oft ausführe. Oder die, die ich eingestellt habe. Und natürlich fehlt da immer genau das, was ich gerade brauche. Dazu muss ich dann nochmal klicken und zwar auf “Weitere Optionen anzeigen”. Danach erscheint das Kontextmenü dann im alten, gewohnten Stil mit allen Einträgen.

Das ganze hat mich – neben anderen neuen “tollen” Dingen – so dermaßen genervt, dass ich mal auf die Suche gegangen bin, wie ich denn das “alte” große Kontextmenü standardmäßig wieder zurück bekomme ohne jedes Mal diesen nervigen zweiten Klick ausführen zu müssen.

Das ganze ist relativ einfach. Mit Hilfe der Windows-Taste das Startmenü aufrufen und nach Eingabeaufforderung oder CMD suchen. Diese als Administrator starten (Rechtsklick auf den Eintrag und auswählen) und dann folgenden Befehl absetzen:

reg.exe add "HKCU\Software\Classes\CLSID{86ca1aa0-34aa-4e8b-a509-50c905bae2a2}\InprocServer32" /f /ve

Eine Meldung über den erfolgreichen Eintrag sollte erscheinen

Der Vorgang wurde erfolgreich beendet.

Nach einem Neustart sollte nun das “alte” Kontextmenü mit allen Einträgen wieder erscheinen.

Bild des "alten" Kontextmenüs aus den Versionen vor 11 im Windows Explorer
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Dienste des ZIM Lehren und Lernen Software Zoom

Die jüngsten Updates von Zoom Whiteboard: Ein Überblick

Ein wesentlicher Aspekt der Updates betrifft die Teilen-Einstellungen während Meetings. Wenn ein Whiteboard von einem Treffen-Host oder einem zur Bearbeitung berechtigten Benutzer während eines Meetings geöffnet wird, können temporär alle Teilnehmer daran arbeiten, selbst wenn die normalen Freigabeeinstellungen dies eigentlich nicht zulassen würden. Sobald das Meeting endet, werden die ursprünglichen Beschränkungen wieder hergestellt. Dieser Ansatz fördert die Zusammenarbeit in Echtzeit und wahrt gleichzeitig die Sicherheit und Kontrolle über den Zugriff auf das Whiteboard.

Ein spannendes Feature für Nutzer ist die Möglichkeit, Inhalte innerhalb einer Mehrfachauswahl nach Objekttypen zu filtern. Diese Funktionalität unterstützt Benutzer dabei, Daten effektiver zu verfeinern und zu analysieren.

Anzeige der Filtermöglichkeiten der Mehrfachauswahl.

Hinzu kommt, dass Kommentare nun einfacher als bisher an beliebige Objekte auf einem Whiteboard angehängt werden können, dank der Nutzung des sogenannten Halo-Menüs jedes Objekts. Diese Funktion erleichtert die kollaborative Diskussion und das Feedback zu spezifischen Elementen erheblich.

Zu den weiteren Verbesserungen gehört die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Canvas-Objekttypen zu konvertieren, was die Produktivität und Benutzerfreundlichkeit beim Arbeiten mit dem Whiteboard erhöht. Auch die Stiftfunktion, die jetzt bei neuen Whiteboards standardmäßig aktiv ist, und die erweiterten Moderationswerkzeuge, die abhängig von der Rolle im Meeting zugewiesen werden, sind hervorzuheben.

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Allgemein

Abschied von X / Twitter

Mit Twitter, damals gemeinsam mit einem Facebook-Account, hat das ZIM im Januar 2017 die Social Media Welt betreten. Seit dem haben wir nicht nur 650 Follower gesammelt, sondern wir haben auch in unzähligen Tweets Informationen zu unseren Services, anstehenden Wartungsarbeiten oder Artikel aus dem ZIM Blog geteilt. Wir haben mit euch diskutiert, Dinge geteilt und dort eine gute Zeit gehabt.

Heute, wenn ihr diese Zeilen lest, dann seid ihr über einen Post von Twitter hierher gekommen. In diesem Post haben wir den Abschied von Twitter verkündet. Das ist wirklich traurig.

Warum passiert das? Nun, Aufwand und Nutzen, Chancen und Risiken stehen hier für uns in keinem guten Verhältnis mehr. Das ist die rationale Anwort.

Das ZIM der Uni Wuppertal wird Ende September seinen Account bei X (vormals Twitter) deaktivieren.

Vielen Dank für die gute Zeit dort.