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Java, heisse Lizenz oder kalter Kaffee?

Neue Lizenzbestimmungen für Java

Wir haben darüber bereits einen Meldung (ZIM Webseite | Hausmitteilung) veröffenlicht: Seit April 2019 gibt es keine freien, öffentlichen Updates für Java SE 8, JDK 8 und JRE 8 von Oracle. Wer diese Versionen weiterhin zwingend einsetzen möchte, muss eine ‚Subscription‘ mit Oracle abschließen.

Wen trifft das an der Bergischen Universität Wuppertal?

  • Alle Rechner, die nicht ausschließlich für Lehrzwecke (also eigentlich alle außer Poolrechner) verwendet werden.
  • Alle Rechner/Clients/Server (=Maschinen), die Oracle Java SE/JRE/JDK 8  verwenden und dessen Nutzung nicht eindeutig vom Lizenzvertrag des Dritthersteller* abdeckt ist.
  • Alle Installationen der Updates 8u211, 8u212 (ab Mitte April 2019) dürfen nur über ein kostenpflichtiges Abonnement/Subscription vorgenommen werden.

Welche Möglichkeiten gibt es?

  1. Es kann eine Subscription abgeschlossen werden.
    Problem: Die Kosten sind enorm: Pro Client sind ca. 10-28 € pro Jahr fällig. Bei Servern erfolgt die Lizenzierung über die Cores -> Bei virtuellen Maschinen werden alle physischen Cores, auf denen die Maschine laufen kann, berechnet!
  2. Man kann auf die jeweils kostenfreie neue Java Version migrieren. Die nächste Version wäre Java 11, dann Java 12, etc (s. Supportroadmap).
    Problem: Halbjährige Migrationen sind aus praktischen Gründen schwierig umzusetzen.
  3. Umsteigen auf eine OpenJDK 8 Variante: OpenJDK, Corretto, Zulu, AdoptOpenJDK, etc.
    Problem: Nicht alle Systeme lassen sich problemlos auf eine OpenJDK Variante umstellen. Es kann sein, dass bestimmte Funktionen nicht mehr verwendbar sind oder andere Probleme erscheinen.
  4. Java im aktuellen Zustand belassen und keine neuen Updates mehr installieren.
    Problem: Es entstehen erheblich Sicherheitslücken, wenn Java nicht aktualisiert wird.

* Woher weiß ich, ob die Software, welche Java benötigt, nicht zusätzlich lizenziert werden muss?

Dies können Sie aus den Lizenzinformationen, Nutzungsvereinbarungen oder Produktinformationen ablesen. Oftmals sind die expliziten Informationen nicht direkt auffindbar. Halten Sie in den Vereinbarungstexten Ausschau nach den Begriffen ‚Oracle‘, ‚Java‘, ‚Dritthersteller‘ oder ‚Third Party‘. Wenn Sie Fragen zu den Lizenzbedingungen Ihrer eingesetzten Software haben, dann können Sie sich an software@uni-wuppertal.de wenden. Am besten senden Sie dann auch gleich die Lizenzvereinbarungen mit, falls diese vorhanden sind.

Hilfreiche Artikel, die das Verständnis der Problematik verdeutlichen, finden Sie unter den folgenden Links:


Quelle: rz.uni-freiburg.de – Danke!


ORCID, akademisches Identitätsmanagement und Moodle

Da landete letzte Woche ja die brandneue Publikationsrichtlinie der Bergischen Universität Wuppertal auf meinen Schreibtisch, in der ich den Hinweis auf das akademische Identitätsmanagement sehr interessant fand. Insbesondere da das E-Learning Team des ZIM kurz vorher die Möglichkeit geschaffen hat, seine ORCID im Moodle Profil zu hinterlegen und damit auch dort auf sein Portfolio verweisen zu können. Wem ORCID jetzt gar nix sagt, dem sei zum einen die Lektüre entsprechenden Information auf den Webseiten der Bibliothek nahegelegt, ich klaue aber auch einfach mal dreist einen Absatz von dort:

Die ORCID iD ist eine eindeutige Kennung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Diese Autorenidentifikation kann mit dem Digital Object Identifier (DOI) als numerischer Code für Publikationen verglichen werden. Das DOI-System ist ein ISO-Standard und im wissenschaftlichen Publikationsprozess weit verbreitet. ORCID ist offen, nicht kommerziell sowie plattformübergreifend und gewährleistet die eindeutige Zuordnung einer Person zu ihrer Forschungsleistung.

Ich bin immer wieder im Job mit der Aussage von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konfrontiert, die die Universität verlassen: „Ich brauche aber meine Mailadresse noch, alle meine wissenschaftlichen Publikationen laufen darunter, die habe ich überall angegeben!“

Tun Sie das nicht! Geben Sie nicht ihre Mailadresse an! Wieviele Mailadressen hatten Sie schon im Laufe Ihrer wissenschaftlichen Karriere oder auch davor?! Auf wieviele davon haben Sie heute noch Zugriff? Und wieviele lebenslange Mailadressen wollen Sie über Ihr digitales Leben ansammeln?

Die ORCID hilft! Zwar natürlich nicht rückwirkend bei bereits publizierten – und womöglich gedruckten – Veröffentlichungen, aber für die Zukunft. Verwenden Sie die Möglichkeit Ihre Publikationen persistent in Ihrem Portfolio aufzunehmen! Die Nutztung der ORCID bietet neben der eindeutigen ID noch viele weitere Vorteile wie automatisierten Publikationslisten oder ein digitales Curriculum Vitae. Die Bibliothek hat hier umfassenden Informationen für Sie: https://www.bib.uni-wuppertal.de/de/a-z-seiten/orcid.html

Was mich abschließend dazu bringt, hier mal kurz aufzuzeigen, wie man das denn in Moodle einträgt:

Nach dem Login oben rechts in der Ecke auf sein Avatar/Bild/Profil klicken und „Einstellungen“ auswählen. In dem dann folgenden Screen wählen Sie im Block „Nutzerkonto“ „Profil bearbeiten“ aus und rollen dann ganz nach unten. Eventuell müssen Sie den Punkt „Weitere Profileinstellungen“ einmal ausklappen und finden dann das Feld, in welches Sie Ihre ORCID eintragen können. Danach erscheint dann der Link zu Ihrem ORCID Profil in Ihrer Moodle Profilansicht.


Die neue Bilddatenbank der Universität

Ansicht Bilddatenbank der Uni WuppertalSo langsam nimmt das Gestalt an, was die Universitätskommunikation in Zusammenarbeit mit dem ZIM seit Beginn  des Jahres 2017 vorbereitet hat:

Die Bilddatenbank der Universität Wuppertal füllt sich zusehends und enthält neben den Imagebildern nun auch die Bilder der Events, Tagungen und Veranstaltungen, die in und um die Universität so stattfinden und stattgefunden haben. So sind derzeit die Events aus 2018 und 2017 zu finden, die Kolleginnen und Kollegen der Pressestelle arbeiten aber daran, auch die Veranstaltungen der vergangenen Jahre dort für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichtbar und damit auch verwendbar zu machen. Das neue Digital Assetmanagement System löst die „Hilfskonstruktion“ der Bereitstellung von Bildmaterial über den BSCW Server endgültig ab.

Dahinter steckt ein gerüttelt Maß an Arbeit, schließlich wollen und müssen alle Bilder gesichtet, kommentiert, beschrieben und ggfs. verschlagwortet werden. Das Resultat sind derzeit, Stand Februar 2018, ungefähr 4.100 Bilder, welche einfach online durchstöbert werden können und zur Verfügung stehen.

Besonders freuen wir uns über die Leistungsfähigkeit des neuen System gerade im Bereich der Suche. Sie können beispielsweise ein Bild mit bestimmten Farbeigenschaften (bspw. roter Farbraum) oder in einem bestimmten Bildformat (Hoch- oder Querformat) suchen, Sie können „Ihre“ Suchbegriffe speichern und später erneut darauf zurückgreifen, die Leuchtkästen ermöglichen Ihnen Ihre Suchergebnisse zwischenzuspeichern und mit Kollegen zu teilen und noch viele Dinge mehr. Schauen Sie ruhig mal in die Online-Dokumentation, dort wird dieses und noch vieles mehr erklärt.

Natürlich freuen wir uns über Ihre Kritik, Anmerkungen oder auch Ihr Lob an: zimber@uni-wuppertal.de


Wettbewerbsreise zur DINI Jahrestagung 2017

Ich befinde mich gerade im Anflug auf Göttingen, wo in der Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen die diesjährige DINI-Jahrestagung 2017 zum Thema “Forschungsdaten – von der Produktion bis zur Langzeitarchivierung” stattfindet.

Das ist jetzt nun nicht so ganz mein Kernthema, allerdings ist ein Programmpunkt am späteren Nachmittag die Präsentation der Finalisten und Preisverleihung des DINI Wettbewerbs 2017 „Lehren und Lernen mitgestalten – Studieren im digitalen Zeitalter“.

Und was soll ich sagen, da hat Franziska Kocks, eine Studierende der Bergischen Universität Wuppertal, Aktien drin, sprich teilgenommen. Mit einer Projektidee, welche im ZIM umgesetzt werden soll und die Franziska, unter der Begleitung von Frau Dr. Ing AnneMarie Neser aus der Fakultät für Desgn & Kunst, entwickeln konnte. Die Einreichung von Franziska wurde von einer hochkarätig besetzten Jury und unter mehreren Gutachterunden als einer der Finalisten auserkoren. Und nun geht es um Platz 3, 2 oder gar 1!

Heute abend wissen wir mehr! Und sind SEHR gespannt! Mehr Infos dann auch zum Projekt später 😉


Hitch, der TLS Doktor

Ein Einblick tief in den Maschinenraum unserer Webserver – Obacht es wird technisch:

Bis heute wurden fast alle Webseiten der Bergischen Universität über das nicht verschlüsselte Protokoll HTTP ausgeliefert. Nur bei Seiten, welche sensible Daten erheben und von denen wir darüber hinaus Kenntnis hatten, wurden verschlüsselt per HTTPS an die Anwender gebracht. Das ist nun anders – alle Webseiten, welche durch das zentrale CMS TYPO3 ausgeliefert werden und auf eine Domain mit der Endung .uni-wuppertal.de hören, werden standardmäßig verschlüsselt. Siehe hierzu unsere Meldung von Heute.

Damit das funktioniert, haben wir eine neue Software im Einsatz, welche die notwendigen Zertifikate verwaltet und gleichzeitig unseren Webbeschleuniger varnish beliefert: Hitch!

Nicht der Date-Doktor, sondern eher der TLS Doktor. Hitch ist ein sogenannter terminierender SSL-Proxy. Das bedeutet, er nimmt SSL-Verbindungen entgegen, entschlüsselt diese, reicht das ganze weiter an unseren Webproxy varnish, wartet auf Antwort, verschlüsselt diese wieder und liefert die Webseite an den Kunden aus. Hitch ist ein sogenannter „dummer“ Proxy, kann also im Gegensatz zu HAProxy keinerlei Manipulationen vornehmen oder gar regelbasiert Unterscheidungen treffen, sondern nur „auspacken-weiterleiten-einpacken-ausliefern“ betreiben 😉

Nachfolgend unsere Config dazu, da ist nahezu Standard und nix besonderes:

frontend = {
  host = "*"
  port = "443"
}
backend = "[127.0.0.1]:6086"    # 6086 is the default Varnish PROXY port.
workers = 2                    # number of CPU cores

daemon = on
user = "nobody"
group = "nogroup"
syslog-facility = "daemon"

# Enable to let clients negotiate HTTP/2 with ALPN. (default off)
#alpn-protos = "http/2, http/1.1"

# run Varnish as backend over PROXY; varnishd -a :80 -a localhost:6086,PROXY ..
write-proxy-v2 = on             # Write PROXY header

# List of PEM files, each with key, certificates and dhparams
pem-file = "/path/to/pemfile.pem"

# Which ciphers do we support:
ciphers = "EECDH+AESGCM:EDH+AESGCM:AES256+EECDH:AES256+EDH"

Hitch lauscht auf 443, leitet intern alles an varnish auf Port 6086 weiter. Dazu verwendet er das PROXY V2 Protokoll. Damit nun alle Seiten der Universität aus TYPO3 verschlüsselt werden, weisen wir varnish an, alle auf Port 80 einkommenden Verbindungen für die Domains, welche auf uni-wuppertal.de enden, auf HTTPS, also Port 443, weiterzuleiten:

import std;

sub vcl_recv {
    if (std.port(local.ip) == 80 && req.http.host ~ "(?i)uni-wuppertal.de$" ) {
        if (req.http.host !~ "^(www.)?(ausnahmen|kommen|hierhin).uni-wuppertal.de$" ) {
            set req.http.x-redir = "https://" + req.http.host + req.url;
            return(synth(301));
        }
    }
}

Hier gibt es allerdings im zweiten if-Statement einen Ausnahmeblock, da wir für einige Domains im Namensraum uni-wuppertal.de derzeit keine Umleitung vornehmen. Diese lassen sich aber an zwei Händen abzählen.
Die eigentliche Umleitung wird dann in sub vcl_synth vorgenommen:

sub vcl_synth {
    if (resp.status == 301) {
        set resp.http.Location = req.http.x-redir;
        return (deliver);
    }
}

Wer also einen leistungsfähigen SSL Proxy benötigt, dem sei der leichtgewichtige Hitch durchaus an’s Herz gelegt. Das er aus dem selben Hause wie varnish kommt, ist für uns natürlich noch ein weiterer Vorteil.


Cryptomator für Android oder: Private Daten in der Cloud ablegen cont’d

Über die Software cryptomator habe ich ja schon an dieser Stelle geschrieben. Damals hieß es in meinem Artikel, dass

Es existieren Varianten für alle gängigen Betriebssysteme, lediglich für Android ist erst eine frühe Betaversion erschienen. Hier wird aber der Funktionsumfang auch in den nächsten Monaten den Versionen für Windows, OS X oder iOS angeglichen werden.

Das hat sich mittlerweile geändert. So existiert zwar noch kein offizielles Release für Android, aber eine erstaunlich gute Beta-Version derzeit in der Version 0.5. Diese kann nicht nur gängige Clouddienste wie Google Drive oder Onedrive anbinden, sondern auch Sciebo sprechen! Und das geht wie folgt:

Weiterlesen Cryptomator für Android oder: Private Daten in der Cloud ablegen cont’d


ZIM20: Erfolgreich, erfolgreicher, Internetcafe!

Bemerkung: Unter der Kategorie „ZIM20“ veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Dinge, die uns in der Universitäts-IT vor zwanzig Jahren bewegt haben.

Damals wurden 22 PCs im Eingangsbereich der Bibliothek untergebracht – und die Kollegen planten bereits den Ausbau im Bereich der Cafeteria sowie an der Pauluskirchstrasse.

Die Rechner in der Bibliothek, heute mit „leicht“ veränderter Hardware, stehen dort noch immer und erfreuen sich – wie in der ursprünglichen Meldung bereits zu erkennen – größter Beliebtheit. Und das trotz der heutigen Gerätevielfalt bei den Studierenden und den Möglichkeiten des mobilen Internets.
Was aus den Rechner an der Pauluskirchstrasse wurde, kann ich nicht sagen, allerdings wurde die Erweiterung in der Cafeteria erst in 2016 aus Raummangel außer Betrieb genommen. Interessanterweise ist die grundlegende technische Herangehensweise tatsächlich über all die Jahre ähnlich geblieben. Die Softwareausstattung der Geräte ist allerdings nicht nur aktualisiert, sondern auch deutlich erweitert worden. So stellen die heutigen Internetcafé-Rechner vollständige Arbeitsstationen dar, an denen neben Office-Anwendungen auch wissenschaftliche Software wie SPSS, Matlab/Simulink oder Maple genutzt werden kann.

Weitere aktuelle Informationen zu unserem Dienst „Internetcafe“ sind selbstverständlich auf der ZIM Seite zu finden: http://www.zim.uni-wuppertal.de/dienste/benutzerarbeitsplaetze/internetcafe.html

Nun aber viel Vergnügen bei der Lektüre:

Aus "Information des HRZ", Nr. 12 vom 26. Juni 1997

Erfolgreich, erfolgreicher, Internetcafe!

Viele werden bemerkt haben, das seit dem 5. März im Vorraum der Bibliothek eine Reihe PCs des HRZ stehen, die den ganzen Tag von Studenten umlagert sind.

Insgesamt wurden in den Räumen der Bibliothek 22 PCs aufgestellt. Mit der Inbetriebnahme der Glasfaserverbindung zur Pauluskirchstrase werden auch dort einige PCs aufgestellt werden.

Die nächste Ausbaustufe wird mit dem Umbau der Mensa erreicht werden: Im hinteren Teil der Cafeteria wird eigens ein Raum abgetrennt und dort Platz für weitere PC’s geschaffen. Dieser Raum wird dann zurecht den Namen „`Internetcafe“‚ tragen.

Bei diesem Internetcafe handelt es sich um einen Internetzugang exklusiv für Studenten. Die Zugang erfolgt über Matrikelnummer und Geburtsdatum, so dass kein Antrag gestellt werden mus, sondern jeder Student mit seinem Studentenausweis einen Internetzugang und eine eigene E-Mail-Adresse erhält!

Der Erfolg war nun größer als erwartet, Skeptiker wurden klar vom Gegenteil überzeugt: Sämtliche PC’s waren 10 Minuten nach der ersten Inbetriebnahme besetzt. Wenn die Bibliothek morgens um 8 Uhr öffnet, sind die PC’s wenige Minuten später besetzt, erst in der Zeit nach 18 Uhr wird es ab und zu etwas leerer. Sieht man sich eine Kurve der aktiven PC’s über den Tag an, so zeigt diese im Tagesverlauf keine Einbrüche.

Inzwischen nutzen etwa 3100 Studenten diese Einrichtung, gemessen an theoretisch 17500 Studenten schon ein ganz guter Wert – die Tendenz ist weiterhin steigend.

Fazit: Der Erfolg dieser Masnahme zeigt, dass das Angebot an studentischen Zugangsmöglichkeiten zum Internet viel zu gering war und immer noch ist. Ich denke, das heute zu einem Diplom auch gehört, das Medium Internet zu kennen und effektiv nutzen zu können. So sind studentische Zugangsmöglichkeiten zum Internet, sei es über diese PC’s, über Telefonzugänge von heimischen PC, über Rechnerpools im Rechenzentrum und in den Fachbereichen ein immer wichtiger werdender Teil der Ausbildung.

(Wer behauptet, an diesen Terminals werde nur gespielt, sei darauf hingewiesen, das die Internet-Aktivitäten der Wissenschaftler auch nicht so viel anders aussehen, und dass das ganze Internet – auch seine „`seriöseren Dienste“‚ wie E-Mail – letztlich aus einer Art Spieltrieb entstanden sind…)

Bei den Arbeitsplätzen handelt es sich um billige PC-Hardware von der Stange:

  • PCI-Board mit Prozessor AMD K5-100 (Pentium-kompatibel) und 32MB RAM.
  • S3-Grafikkarte mit 2 MB
  • Netzwerkkarte
  • 17 Monitor (1024×768 bei 72Hz)
  • keine Festplatte, CD-ROM oder Diskettenlaufwerk

Als Server kommt eine Challenge M von Silicon Graphics zum Einsatz. Zur Zeit sind 8 Gigabyte an Plattenkapazität vorhanden.

Als Betriebssystem wird auf den PC’s Linux eingesetzt. Für Freaks: Kernel 2.0.27, Debian-Distribution – beide haben sich als sehr stabil erwiesen und sind als über das Netz beziehbare Freeware ausgesprochen preiswert.

Dass die meisten gar nicht merken, dass sie mit Linux arbeiten, liegt daran, dass der fvwm95-Window-Manager das „`Look and Feel“‚ von Windows 95 ziemlich perfekt kopiert und dass der Netscape Navigator 3.01 auf allen Betriebssystemen in etwa gleich aussieht.

Netscape ermöglicht die Netzdienste E-Mail, News und WWW. Auser Netscape können keine weiteren Dienste gestartet werden – auch keine Shell. Den Benutzern sind auch keine eigenen Heimatverzeichnisse zugeordnet, aus Plattenplatzgründen und um keine Einfallmöglichkeiten für Hacker zu bieten. Weitere Einzelheiten findet man unter

www.uni-wuppertal.de/hrz/internet_cafe/cafefaq.html

Da die PC’s keine Festplatte haben, gestaltet sich das Booten des Betriebssystems etwas „`tricky“‚: In jedem PC steckt ein spezielles Boot-ROM (Read Only Memory), welches über die Systemdienste BOOTP ( Internet Bootstrap Protocol) und TFTP (Trivial File Transfer Protocol) von einem Server booten kann. über BOOTP erfährt der PC seine IP-Nummer („`Internet-Adresse“‚) und welche Datei er von welchem Server über TFTP laden soll.

Nachdem der Kernel geladen wurde, mountet dieser sein Root-Filesystem über NFS vom Fileserver und startet das System. Angesichts des schnellen Fileservers und moderner Netzwerk-Infrastrukturen ist die Performance sehr gut. (Die mittlere Netzlast, die diese Linux-PC’s derzeit produzieren, liegt übrigens nur bei 0,2 % pro Stück)

Wichtig für die Speicherverwaltung unter Unix ist eine lokale Festplatte, auf die nicht benötigte Speicherbereiche temporär ausgelagert werden können (Swaping bzw. Paging). Da dies über das Netz fatale Folgen haben würde, steckt man in die entsprechenden Rechner etwas mehr Speicher hinein. Dann kann man das Swaping beruhigt abstellen…

Entscheidender Vorteil des gesamten Konzepts ist der geringe Administrationsaufwand. Die Konfiguration ist für alle Clients identisch und kann an zentraler Stelle geändert werden. Im Detail sieht das so aus, dass eine Masterkonfiguration vorhanden ist, aus der mit Hilfe eines kleinen Scripts die kompletten Dateisysteme für alle Clients erzeugt werden. änderungen können so sehr einfach auf alle Systeme übertragen werden.

Die Studentendaten werden jeweils am Semesteranfang auf den neuesten Stand gebracht. Dazu wurde ein Programm erstellt, welches die Passwort-Datei erzeugt und die entsprechenden Verzeichnisse für die Benutzer erzeugt.

Damit es keine Probleme mit verstellten Netscape-Konfigurationen gibt, werden alle Einstellungen nach dem Einloggen zurückgesetzt. Um vergessenen Passwörtern vorzubeugen, können sie erst gar nicht verstellt werden. Wer sein Geburtsdatum vergisst – es steht auf dem Studentenausweis 😉

(Eckhard Grah)

uni-w.de – Der URL Verkürzer der Uni Wuppertal

Bisweilen stolpert man ja auf Plakaten in der Uni, im Netz oder in den Hausmitteilungen über den Adressen wie http://uni-w.de/bf, welche in einer Art Kurzform auf eine Seite der Universität Wuppertal oder einer ihrer Fakultäten, Einrichtungen oder Angebote verweist.

Nun stellt sich direkt die Frage: Wie komme ich denn an eine solche Adresse? Kann ich auch für meine Adresse eine solche Kurz-Version bekommen? Die Antwort ist denkbar einfach: Natürlich!

Das ZIM bietet den Service seit ca. April 2016 an und er ist über unsere Webseite (nur aus dem Uni-Netz) zugänglich. Einfach Adresse eingeben, auf „kürzen“ klicken und schon wird die Kurz-Version angezeigt. Diese kann nun einfach kopiert und verwendet werden. Die Kurz-Version ist permanent, der Link läuft also nicht ab und kann direkt verwendet werden. Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings: Wir kürzen nur Adressen aus dem Namensraum der Universität. Das bedeutet, nur Adressen, welche auf ein Ziel innerhalb der Uni verweisen, werden verarbeitet.

Wo der Dienst zu finden ist? Na hier: http://uni-w.de/1

Ein Wort zum Datenschutz:
Externe Serviceanbieter, wie goo.gl, bit.ly etc., verwenden natürlich auch gerne die Daten, die mit einer solchen Kürz- und Klick-Dienstleistung verursacht werden, weiter. Das passiert bei unserem Service selbstverständlich nicht, alle Daten bleiben im Haus, sind auf unseren Server gespeichert und werden anonymisiert.

Welche Daten sind das?
Das sind die Ziel-Adresse, die Kurz-Version, Datum der Erstellung, anonymisierte IP des Erstellers (Hostanteil wird sofort entfernt) und die Anzahl der Klicks auf die Kurz-URL.


Heute schon g“etherpad“et?

Die Moodle-Nutzer und Kurs-Admins unter den Blog-Lesern werden das Tool sicher schon kennen, aber ansonsten ist das derzeit ein eher unbekannterer Service des ZIM: Etherpad! Zu unrecht, wie ich finde, daher widme ich ihm hier ein paar Zeilen 😉

Etherpad ist ein webbasiertes Editorprogramm, welches einer Gruppe von Personen das gemeinsame Arbeiten an einem Textdokument in Echtzeit ermöglicht. Echtzeit bedeutet in diesem Kontext, dass Bearbeitungen am Text durch die gesamten Gruppe unmittelbar nachvollzogen werden. Die Einträge verschiedener Anwender werden durch verschiedene Farben gekennzeichnet – so ist jederzeit klar wer an welcher Stelle im Dokument arbeitet.

Wie schon erwähnt, lässt sich Etherpad als Aktivität in jeden Moodle Kurs hinzufügen, wie das geht, beschreiben wir recht anschaulich in Moodle selber. Aber, und darum soll es ja hier gehen, man muss nicht Moodle nutzen, um Etherpad zu nutzen. Unter der Adresse:

etherpad.uni-wuppertal.de

kann man sich ein neues Pad einrichten. Einfach ein neues Pad mit zufälligem Namen erstellen lassen oder aber auch einen eigenen Namen vergeben und los geht es. Sie können den Link dann an Kolleginnen und Kollegen senden, Ihren Kommilitoninnen oder Kommilitonen oder auch externen Forschungspartnern zukommen lassen. Denn: Jede/-r, der Kenntnis über die Webadresse des Etherpad-Dokumentes hat, kann darauf zugreifen und das Dokument bearbeiten.

Aus diesem Grund ist aber auch dringend folgendes zu beachten: Geben Sie über Etherpad keine vertraulichen Informationen bekannt. Weisen Sie auch Ihre Nutzer/-innen darauf hin.

Eine Beschreibung der Funktionen innerhalb von Etherpad finden Sie in dem schon erwähnten Moodle-Kurs etwas weiter unten auf der Seite. Diese Angaben zur gelten selbstverständlich auch, wenn Sie Etherpad nicht innerhalb Moodles nutzen.

Die Pads werden übrigens nach 180 Tagen automatisch gelöscht. Wollen Sie also ihr Pad sichern oder zu einem anderen Zeitpunkt weiter bearbeiten, so exportieren Sie es rechtzeitig. Über die Import-/Export-Schnittstelle von Etherpad lassen sich viele Formate generieren bzw. wieder einlesen. Zur Weiterverwendung in Etherpad selbst verwenden Sie idealerweise das Format „Etherpad“, alternativ stehen Ihnen aber auch Word, PDF oder ODF zur Verfügung.

Ansicht des Export/Import Dialogs in Etherpad


Safer Internet Day 2017

Heute, am 07.02.2017, ist der „Safer Internet Day 2017“, an dem die Initiative der Europäischen Kommission unter dem Motto „Be the change: unite for a better internet“ weltweit zu Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Internetsicherheit aufruft.

Der deutsche Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Thema „(Cyber)Mobbing„, welches schon im Jahr 2009 Thema war und sicherlich nichts an Aktualität eingebüßt hat. Die Inititiative klicksafe hält dazu eine aktualisierte Version des Unterrichtsmoduls „Was tun bei Cyber-Mobbing?“ auf ihren Webseiten zum Abruf bereit.

Wir nehmen dies zum Anlass, in loser Folge in der Woche bis zum 14.02.2017 über unsere Social-Mediakanäle Twitter und Facebook auf Artikel, Netzfundstücke und andere Initiativen rund um das Kernthema aufmerksam zu machen.

SID 2017 - safer internet day